Gästeabend 22.03.12

Ursprung und Entwickung der Geomantie

Über die Entstehung der Geomantie wird Ihnen Niemand genaues sagen können. Ihre Ursprünge liegen viele Tausend Jahre zurück und stammen aus einer Zeit, in der die Menschen noch viel stärker in die natürlichen Abfolgen der Jahreszeiten eingebunden waren. Sicherlich ist sie älter als die bei uns heute so populären Formen des Feng-Shui. Interessant ist aber auch, dass es bei unserer hiesigen Lehre und der Lehre des Feng-Shui viele Gemeinsamkeiten gibt.

Die Geomantie geht bei Ihrer Betrachtung immer den Weg vom Größten in das Kleinste. An oberster Stelle stehen die Einflüsse der Götter (oder Gottes - je nach Sichtweise), dann kommen die Gestirne und mit Ihnen verbunden die Jahreszeiten.

Gerade bei sakralen Bauten, welche oftmals auf jahrtausendealten Kultplätzen stehen, die immer wieder von neuen Kulten okkupiert wurden, spielt der Genius Loci (Geist des Ortes) auch heute noch eine bedeutende Rolle. Dieser wurde nicht nur in die Planung einbezogen, er wurde durch bauliche Maßnahmen verstärkt und gepflegt. Viele Eigenartigkeiten in alten Kirchen, ihre Platzierung, ihre Ausrichtung, die Anordnung von Türen, Skulpturen, etc. lassen sich so erklären.

Die Geomantie ist in ihrem Ursprung stets eine Mischung aus Intuition (Einfühlen in die Qualität des Ortes, Rutengehen, Hellsehen, Numerologie, heilige Geometrie, etc.) und wissenschaftlich nachvollziehbarer Aspekte (Wettereinfall, Sonnenwende, Nutzung und Veränderung des Lichteinfalles, Vorkommen von Quellen, etc.).

Dies ist auch der Hauptgrund, warum sich viele Menschen hiermit sehr schwer tun. Auf rein schulwissenschaftlicher Basis lässt sich eine geomantische Gestaltung nicht durchführen. Es bedarf einer geschulten Intuition, eines geübten Auges und viel Sachverstand, um die "Geister des Ortes" zu erfassen und in die bauliche Gestaltung mit einzubeziehen.

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Johannis - Freimaurer - Loge - Heidelberg